Amalfi Küche



Hallo zusammen,
Essen wie in Süditalien, genauer gesagt in der Region Amalfi. Das verspricht das Kochbuch „Amalfi Küche“ von Katie und Giancarlo Caldesi. Wie sich manche dieser Gerichte entwickelt haben und welche Zutaten typisch für die Region sind, wird im Rahmen einer Einleitung von den Autoren ausführlich erläutert. Anschließend gliedern sich die Rezepte in die folgenden Kapitel, die jeweils auf Italienisch und auf Deutsch benannt wurden: Antipasti, Minestre, Pane & Pizza, Risotti & Brodi, Pasta & Gnicchi, Pesce, Carne, Contorni, Dolci, Cocktail & Bibite und Formaggi. Unterbrochen werden die Rezepte immer wieder durch Landschafts- und Personenbilder und zusätzliche Informationen zu verschiedenen Produkten und der Region. Die Bilder sind dabei sehr stimmungsvoll und abwechslungsreich gestaltet. Jedes der beschriebenen Gerichte wurde hierbei abgelichtet. Alle Details fließen dabei stimmig ineinander. Ich würde nur eine Strukturierung des Rezepttextes durch z.B. Absätze vornehmen, um die Orientierung bei der Zubereitung etwas zu erhöhen. Bei den meisten Rezepten ist ein einleitender Text z. B. zur Entstehung des Gerichtes enthalten. Diese finde ich sehr informativ. Ich würde sie nur noch deutlicher vom eigentlichen „Rezept-Text“ abheben bzw. die Position auf der Seite verändern. Mir ist es öfter passiert, dass ich bei einem schnellen Blick in das Kochbuch während dem Kochen, zuerst im falschen Text nach den nötigen Informationen gesucht habe.
Die meisten der Rezepte haben mich mit ihrer simplen Zubereitung und dem ehrlichen Aroma wirklich direkt nach Italien versetzt. Manchmal muss man die Anzahl der Zutaten reduzieren, um den Fokus auf das wesentliche legen zu können. Das ist hier sehr gut gelungen, zum Beispiel bei der „Zuppa di peperoni arrostiti con patate -Suppe mit Röstpaprika & Kartoffeln“, dem „Risotto al limone & gamberi – Risotto mit Zitrone und Garnelen“ und der „Schnelle Tomatensauce aus Dosentomaten“.
Nur bei zwei der acht getesteten Rezepte würde ich etwas verändern. In dem Rezept für die „Caponata – Brotsalat mit Mozzarella & Basilikum“ wird leider keine Mengenangabe für die Brotalternative (anstatt der Friselle) angegeben. Zudem wird die Brotalternative auch in der Beschreibung der Zubereitung nicht weiter erwähnt. Das fand ich sehr schade, da ich mir deshalb nicht sicher war, ob ich diese z. B. auch in Wasser einweichen soll. Das sollte unbedingt noch ergänzt werden, denn ich persönlich röste das Brot lieber an, bevor ich zähe Brotstücke im Salat habe. Von der Würzung her, hat für mich aber wieder alles gepasst.
Die Herstellung der „Pizzetti – Mini-Pizzen“ war sehr gut beschrieben. Ich bin mir allerdings nicht sicher, wie original das Frittieren der Teiglinge vor dem Backen ist. Ich finde es leider etwas unnötig, da der Teig beim Backen sowieso knusprig wird. Durch das Frittieren saugt der Teig meiner Meinung nach nur unnötiges Fett auf. Denn auch in diesem Fall bleibt die belegte Seite der Pizzetti nicht knusprig, sondern wird durch die aufgebrachte Tomatensauce aufgeweicht.
Für mich war diese Woche eindeutig ein kulinarischer Ausflug an die Amalfi-Küste. Abgesehen von ein paar wenigen Punkten, ist das Kochbuch eine super Möglichkeit, um frischen Wind in die immergleichen Alltagsrezepte zu bringen. Von mir gibt es 8,5 von 10 Punkten. Wenn ich noch etwas mehr Zeit zum Nachkochen hätte, würde ich den „Rosmarino“, die „Tortine di Mandorle“ und die „Spaghetti all’Aragosta“ testen.
Bis zum nächsten Mal,
Eure Ella
Infos zum Buch:
Autoren: Katie und Giancarlo Caldesi
Verlag: Prestel Verlag (Penguin Random House)
ISBN: 978-3-7913-8896-0
