The Tucci Table



Hallo zusammen,
jetzt geht es nach Hollywood. Zumindest was den Co-Autor des nächsten Buches angeht. Stanley Tucci. Er bildet zusammen mit Felicity Blunt das Autoren-Team des Kochbuches „The Tucci Table“. Hier sind viel vor allem (aber nicht nur) mediterran inspirierte Rezepte enthalten, die die Familie Tucci gerne und regelmäßig zubereitet. Unterteilt werden die Rezepte in „Suppen & Salate“, „Cicchetti“, „Pasta, Reis & Getreide“, „Fisch & Meeresfrüchte“, „Fleisch & Geflügel“, „Beilagen“ und „Desserts“. Eine klassische Einteilung, wobei die Zusammenstellung der Gerichte durch das extra Kapitel der Beilagen bewusst den LeserInnen überlassen wird. Die Rezeptfotos sind ansprechend gestaltet und auch die Mengen bei den nachgekochten Rezepten waren passend kalkuliert.
Bevor ich hier meine Bewertung abgebe, hier noch ein kleiner Hinweis: mir ist bewusst, dass Olivenöl (besonders im mediterranen Raum) gerne zum Anbraten verwendet wird. Mit Ausnahme von speziell für das Anbraten gedachte Olivenöl (steht auf der Flasche) würde ich davon aber immer abraten. Pfannen und Töpfe werden immer heißer als der Rauchpunkt von Olivenöl, weshalb die Verwendung für die Alltagsküche nicht geeignet ist. Ich verwende immer ein Raps- oder Sonnenblumen-Bratöl und gebe das Olivenöl lieber vor dem Servieren zu den Speisen dazu.
So, jetzt geht es aber weiter 😉.
Gut gefallen haben mir der „Yorkshire-Pudding“, die „Gegrillte Frühlingszwiebeln“ (meine neue Lieblings-Beilage wegen dem Spiel mit dem süßen, salzigen und scharfen Geschmack, sowie den Röstaromen) und die „Toskanische Tomatensuppe“. Wobei ich nochmal betonen möchte, dass man besonders beim „Yorkshire-Pudding“ auf ein hitzestabiles Öl, am besten ein Frittier-Öl achtet.
Bei den „Pasta mit Pilzen“ waren es, ich kann es selbst kaum glauben, zu viele Pilze. Bei fast 350 g pro Portion (das sind 1,5 Standard-Packungen aus dem Supermarkt) darf man das auch als ausgesprochener Pilzfan mal sagen. Ansonsten hat mir die Sauce aber ganz gut gefallen. Sie ist mit Ihrer Zubereitungsweise auf Brühen-Basis definitiv eine Alternative zu meiner „Standard-Sahnesauce“.
Der „gebackene Lachs“ hat mir von der Würzung her gut geschmeckt. Hier störte mich etwas, dass im Rezept nur die Garzeit für medium-rare angegeben wird. Hier bin ich vielleicht etwas konservativ, aber ich hab meinen Lachs lieber gerade durch oder höchstens etwas glasig. Eine zusätzliche Zeitangabe wäre hier also wünschenswert.
Der „Weiße-Bohnen-Salat mit Thunfisch und roten Zwiebeln“ bildet eine stimmige Kombination, braucht aber definitiv etwas Säure. Besonders gut würde für mich hier Zitronensaft passen.
Nun zum „Gurkensalat“. Hier wird extra erwähnt, dass die Salatschüssel mit Salz und einer angeschnittenen Knoblauchzehe ausgerieben werden soll. Das bringt leider nicht ganz so viel. Bei mir ist das Salz direkt an der Schnittfläche der Knoblauchzehe kleben geblieben und ich hab nur das Salz in der Schüssel umhergerieben. Was leider nicht so viel bringt. Wenn dann würde ich die Knoblauchzehe ohne das Salz durch die Schüssel reiben, um ein dezentes Knoblaucharoma zu erhalten. Damit würde auch das Aroma des Gurkensalates gut abgerundet werden.
Der „Blaubeer-Pie“ war leider nicht meins. Die Füllung war für mich zu „bröckelig“, da die Heidelbeeren sofort auseinanderfallen. Hier sollte zumindest noch eine Creme oder etwas Schlagsahne dazu gereicht werden.
Insgesamt gibt es zu diesem Kochbuch ein eher gemischtes Fazit. Es sind ein paar schöne Rezepte enthalten, einige müssten aber nocheinmal etwas überarbeitet werden. Von mir gibt es deshalb gute 5 von 10 Punkten. Was ich aber auf jeden Fall noch ausprobieren möchte, sind die „Garnelen mit Knoblauch, Chili und Petersilie“, da das eine meiner Lieblings-Kombinationen ist.
Bis zum nächsten Mal,
Eure Ella
Infos zum Buch:
Autoren: Stanley Tucci, Felicity Blunt
Verlag: Christian Verlag GmbH
ISBN: 978-3-95961-998-1
