Waffeln und Pfannkuchen



Hallo zusammen,
heute dreht sich alles um das Kochbuch „Waffeln und Pfannkuchen“, in dem klassische und kreative Varianten präsentiert werden. Ob süß oder herzhaft, ob traditionell oder experimentell.
Das Buch beginnt mit ein paar geschichtlichen bzw. geographischen Informationen über Waffeln und Pfannkuchen. Dann geht es weiter mit dem Inhaltsverzeichnis, in dem die Waffel- und Pfannkuchen-Rezepte je in süß und salzig unterteilt werden. Die Struktur ist übersichtlich, und die Fotos sind ansprechend konzipiert. Besonders gut gefällt mir, dass die Rezeptmengen realistisch sind.
Richtig gut fand ich die „Hotdog-Pancakes mit Cheddar“ (eine Kombination, die überraschend gut funktioniert) und die „Japanischen Okonomiyaki“ (mit einer ausgewogenen Mischung aus Bonito, Garnelen, Bacon und Kohl).
Auch die „Belgischen Waffelhappen“ haben mir gut geschmeckt. Allerdings ist hier die Backzeit mit 3-4 Minuten viel zu lang angegeben. Bei mir haben die Waffeln nur 1-1,5 Minuten gebraucht, bis sie gar und schön gebräunt waren. Die Vanillekapsel würde ich zudem in der Zukunft durch Vanillezucker ersetzen, da sie mir für ein Waffel-Rezept doch etwas zu teuer sind.
Das Duo aus Äpfeln und Preiselbeeren fand ich bei den „Apfelwaffeln mit Preiselbeersahne“ sehr gelungen. Hier hat mich eher ein technisches Detail gestört. Laut dem Rezept wird nämlich neben aufgeschlagenem Eiweiß auch noch Backpulver hinzugefügt. Das ist für mich eine Lockerungs-Methode zu viel und würde mich deshalb beim nächsten Mal für eine der Methoden entscheiden. Das war übrigens auch bei den „Hotdog-Pancakes“ der Fall.
Die „Belgischen Pizzawaffeln“ fand ich eine interessante Variante für die klassische Pizza. Das Ausbacken hat hier gut funktioniert, wobei man (wie angegeben) wirklich nur eine Waffel auf einmal ausbacken kann. Leider war die angegebene Menge an Tomatensauce (2 EL) etwas zu viel, da ein großer Teil wieder herausgelaufen ist. Zusätzlich fand ich das Verhältnis von Teig zu Belag nicht optimal. Für mich hätte es mindestens das Dreifache an Belag sein können, da man ihn ansonsten nicht rausschmeckt.
Die „Apfelpfannkuchen“ fand ich tatsächlich zu wenig süß und etwas eintönig. Mit etwas Mehr Zucker und durch die Zugabe von z.B. Zimt kann man das aber ganz einfach ausgleichen. Alternativ kann man auch etwas Zucker auf die Pfannkuchen streuen, bevor man sie wendet. So karamellisieren die Äpfel viel besser.
Bei den „Winterlichen Chai-Crepes“ geht es eher um eine ungenaue Formulierung in der Zutatenliste. Hier wird „Chai-Pulver“ als Zutat genannt. Mir war nicht klar, ob das eine Chai-Gewürzmischung oder ein Instant-Chai-Pulver sein soll. Aus diesem Grund habe ich vor der Zubereitung die Milch erwärmt und meinen Chai-Tee für 15 Minuten darin ziehen lassen. Das hat auch sehr gut funktioniert. Hier wäre aber eine eindeutigere Formulierung hilfreich.
Last but not least komme ich zu den „Zucchiniwaffeln mit Kräuterquark und Nüssen“. Das war in diesem Kochbuch das einzige Rezept, was mir leider gar nicht zugesagt hat. Die Waffeln sind sehr saftig und der Kräuterquark ist ganz gut. Allerdings überzeugt mich die starke Zitronennote zusammen mit den Walnüssen nicht. Diese Aromen-Kombination ist leider nicht mein Fall.
„Waffeln und Pfannkuchen“ ist ein nettes Kochbuch mit schönen Ideen auch für kreative Rezepte. An ein paar Stellen könnte die Formulierung etwas genauer konkretisiert werden und auch eine doppelte Lockerung ist weder für Pfannkuchen noch für Waffeln notwendig. Von mir gibt es tolle 6,5 von 10 Punkten.
Bis zum nächsten Mal,
Eure Ella
Infos zum Buch:
Verlag: Edition Michael Fischer GmbH
ISBN: 978-3-7459-0241-9
