Genuss im Rucksack



Hallo zusammen,
heute geht es um ein Kochbuch, dass für alle möglichen Outdooraktivitäten geeignet ist. Das deutet auch schon der Titel an „Genuss im Rucksack – Nachhaltige & unkomplizierte Rezepte fürs Wandern und für Radtouren“. Diese Aktivitäten werden im Buch immer wieder durch verschiedene Tipps zur Zubereitung in der freien Natur oder z.B. durch eine Rucksack-Packliste aufgegriffen. Das Ganze ist stimmig in das Kochbuch eingebunden und dabei schön gestaltet. Die Rezepte werden unterteilt in die Kapitel: „Der perfekte Start in den Tag“, „Unterwegs und auf die Hand“, „Pack die Picknickdecke aus“, „Süße Snacks für unterwegs“, „Kochen auf mehrtägigen Wanderungen“ und „Wärmendes für unterwegs“.
Gut geschmeckt haben mir die „Scones mit Blaubeeren“, das „Tomaten-Paprika-Süppchen mit Basilikum“ und die „Muffins mit Himbeeren und weißer Schokolade“.
Die „Rosmarin-Wraps mit Kürbis und Ziegenkäse“ ergeben eine aromatisch stimmige Kombination. Leider reicht die angegebene Teigmenge nur für die Hälfte der angegebenen Wrap-Anzahl.
Die Anleitung für den Baguette-Hefeteig hat zum Glück sehr gut funktioniert. Das Baguette ist auch sehr knusprig geworden und passt ganz gut mit dem Kürbiskernpesto, Bergkäse, Apfel und Rucola zusammen. Trotzdem hatte ich hier das Gefühl, dass noch irgendetwas fehlt. Was ich mir gut vorstellen könnte, ist z.B. mit frischen Tomaten etwas subtile Säure mit ins Spiel zu bringen.
Der „asiatische Nudelsalat mit Erdnusssoße“ wird sehr cremig und vollmundig. In diesem Fall hätte ich aber deutlich mehr Säure verwendet (es soll schließlich ein Salat sein) und auch mehr Schärfe, um etwas Schwung in das Gericht zu bringen.
Außerdem habe ich das Rezept für die „Tschebureki“ getestet. Diese würde ich in Zukunft kräftiger würzen und am besten noch einen Dip dazu reichen, z. B. ein Tsatsiki.
Nicht gefallen hat mir das „Chili sin Carne“. Es hat für mich leider nichts mit einem Chili zu tun, sondern erinnert eher an einen Linseneintopf. Es fehlen Gewürze wie Kreuzkümmel und auch Tomaten als Basis. Mir ist bewusst, dass das Rezept dem Kapitel der mehrtägigen Wanderungen zugeordnet wird. Trotzdem könnte man hier z. B. Tomatenflocken verwenden, um eine Konsistenz und ein Aroma zu erreichen, das mehr an ein Chili erinnert.
Zusammenfassend möchte sagen, dass „Genuss im Rucksack“ ein schönes Kochbuch für den nächsten Outdoor-Ausflug mit vielen nützlichen Praxis-Tipps ist. Hier und da würde ich die Zusammensetzung der Gerichte bzw. die Würzung etwas anpassen, aber es sind sehr schöne Ideen mit dabei. Von mir gibt es gute 7 von 10 Punkten.
Bis zum nächsten Mal,
Eure Ella
Infos zum Buch:
Autoren: Marie Feldt
Verlag: Verlagsgruppe Patmos (Jan Thorbecke Verlag)
ISBN: 978-3-7995-1981-6
