Toast it!



Hallo zusammen,
heute nehme ich euch mit auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch das Kochbuch „Toast it!“ von Prue Leith. Das Buch verspricht, kreative und abwechslungsreiche Ideen für entspannte Mahlzeiten z. B. am Abend vor dem Fernseher. Doch wie gut gelingen die Rezepte in der Praxis? Hier sind meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen.
„Toast it!“ ist ein rezeptorientiertes Kochbuch, welches sich ganz auf unterschiedliche Varianten des „belegten Brotes“ in all seinen Ausführungsmöglichkeiten konzentriert. Die Struktur ist übersichtlich in die einzelnen Kapitel „Käse & Eier“, „Vegetarisch & vegan“, „Fisch“, „Fleisch & Geflügel“, „Desserts“ und „Begeisterte Köche“ unterteilt. In dem Kapitel „Begeisterte Köche“ sind dabei Rezepte für z. B. Hummus enthalten, die man selber zubereiten aber auch im Supermarkt finden kann. So kann man den Aufwand der Gerichte individuell auf die eigene verfügbare Zeit und Motivation anpassen. Diese Idee, sowie die passenden Rezeptmengen, haben mir sehr gut gefallen. Auch die Fotos und das Layout sind ansprechend gestaltet. Kritisch sehe ich allerdings die spezifischen Brotbezeichnungen (z. B. Grahambrot). Daran merkt man, dass das Kochbuch aus dem Englischen übersetzt wurde. Diese Brotsorten sind bei uns leider meistens nicht erhältlich. Hier hätte ich es schön gefunden, wenn eine Liste mit „lokalen Alternativen“ am Anfang oder Ende des Buches angehängt gewesen wäre.
Besonders gute gefallen haben mir das „Dublin Bay“-Garnelen-Cocktail auf braunem Körnerbrot“ und das „New York Pastrami Sandwich mit Ei“, bei denen von Konsistenz, über Geschmack bis Aromatische Ausgewogenheit für mich alles gepasst hat. Bei allen anderen Rezepten gab es für mich Optimierungsbedarf.
Beim „Pikanten Ezme-Salat mit Spiegelei auf Bauernbrot“ hat mich gestört, dass der Salat zwar ganz gut, aber nicht pikant war. Den Namen finde ich hier daher etwas irreführend. Außerdem fehlt mir eine cremige Komponente (z. B. griechischer Joghurt oder Hummus), damit der Salat besser am Brot haften bleibt.
Bei den „Pochierten Eiern und Harissa-Butter auf Grahambrot“ finde ich eine sehr gute Idee. Es befindet sich aber zu wenig Harissa im Rezept. Hier würde ich die doppelte Menge an Harissa verwenden, um das Gericht richtig abzuschmecken.
Die Sauce bei den „Pilze in Sahne mit Petersilie auf Grahambrot“ hat mir gut geschmeckt. Leider muss ich hier sagen, dass ich aber die Kombination mit Nudeln deutlich besser als mit Brot finde.
Bei dem „Ricotta, Tomate & Süßkartoffel auf Sauerteig-Vollkornbrot“ fand ich gut, dass die Süßkartoffel die Salzigkeit und Säure der getrockneten Tomaten gut ausbalanciert. Es sollte aber deutlich mehr Ricotta verwendet werden, um das ganze perfekt abzurunden.
Die Kombination der „Spanischen Bohnen auf geröstetem Brot“ finde ich zwar interessant, hier fehlt es aber leider an einigem. An Salz, Pfeffer und Paprikapulver bzw. alternativ mehr Chorizo. Außerdem wäre hier eine cremige Unterlage wie Ricotta oder saure Sahne schön, damit die Bohnen besser am Brot haften und nicht sofort herunterfallen.
Zuletzt habe ich die „Bananen & Eiscreme mit Brandy-Sirup auf Panettone“ getestet. Die Kombination der Zutaten würde ich hier als bewährt bezeichnen. Leider ist die doch sehr weiche und mehlige Konsistenz der Bananen so gar nicht meins. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.
„Toast it!“ ist ein nettes Buch mit guten Grundideen für kreative, belegte Brote. Hier und da kann man die Rezepte aber noch etwas abrunden. Ein kleiner Minuspunkt, den man bei dieser Art von „offenen“ belegten Broten nicht verhindern kann, ist das etwas schwierige Essen. Man kann sich noch so sehr anstrengend, es fällt immer etwas herunter. Von mir gibt es
7 von 10 Punkten.
Bis zum nächsten Mal,
Eure Ella
Infos zum Buch:
Autoren: Prue Leith
Verlag: DK Dorling Kindersley
ISBN: 978-3-8310-4779-6
