Brot und Stulle

Hallo zusammen,

unzählige Brotsorten können in den verschiedenen Bäckereien gefunden werden. Wie man diese teilweise selber herstellen und kreativ belegen kann, möchte Annabella Hogg in Ihrem Koch- und Backbuch „Brot und Stulle“ zeigen.
Das Buch ist nach den unterschiedlichen Brotsorten „Baguette“, „Weißbrot“, „Graubrot“ und „Schwarzbrot“ aufgeteilt. Nach einem Grundrezept für das Brot folgen hier jeweils die verschiedenen Stullen und auch zusätzliche Rezepte wie z. B. für Bagel, Focaccia, Apfelbrot und Knäckebrot. Das Kochbuch ist sehr übersichtlich aufgebaut und modern bzw. fast schon minimalistisch gestaltet.

In Bezug auf die Stullen-Rezepte sagt die Autorin selber, dass die Mengenangaben hier nicht zu 100% eigehalten werden müssen. Vielmehr soll jeder die Rezepte auf seinen eigenen „Geschmack“ anpassen. Nur bei den Grundrezepten für die Brote sind die Mengenangaben bindend. Das fördert sicher die Kreativität der Nachkocher, sehr ungeübte Hobby-Köche sollten sich aber lieber langsam an ihre Stullen-Kreationen herantasten.

Heute beginne ich mal mit dem Rezept, welches mir nicht so gut gefallen hat. Und zwar die „Crostini mit Oliven-Tapenade“. Sie sind sehr salzig und etwas fischig, aber leider auch etwas eintönig. Dadurch habe ich auch das Gefühl, dass die Fülle an umami, die bei dieser Zutatenkombination ja vorhanden sein muss, nicht wirklich zur Geltung kommt.

Eine ganz ähnliche Mischung an Zutaten, die mir aber sehr gut gefallen hat waren bei der „À la Pissaladière“ zusammen mit geschmorten Zwiebeln. Anscheinend sind die Zwiebeln das ausgleichende Element, welches bei den Crostini gefehlt hat.
Gut gefallen haben mir außerdem noch das „Apfelbrot“, das wirklich eher wie ein Kuchen ist, und der „Rosenkohl auf Hummus“, die zusammen eine überraschen d harmonische Kombination bilden, aufgepeppt durch kleine Frischekicks der Granatapfelkerne.

Die „Minz-Erbsencreme“ fand ich geschmacklich und aromatisch gut ausgeglichen. Die Zubereitung mit dem Stabmixer fand ich aber etwas enervierend. Beim nächsten Mal würde ich einfach ein Mixgefäß verwenden. Das kann man sich auch als Faustregel merken. Sobald nicht viel Flüssigkeit vorhanden ist, auf jeden Fall ein Mixgefäß verwenden.
Auch beim „Tofu in Orangenmarinade“ hat mir die Kombination aus Orange, Kapern, … sehr gut gefallen. Als Brotbelag würde ich den Tofu aber lieber als Creme verwenden. Sonst wird das ganze etwas trocken.

Zuletzt möchte ich noch etwas zum „Knäckebrot mit Lachs“ schreiben. Hier geht es aber nur um eine Kleinigkeit. Die Mischung und das Konzept dahinter fand ich gut, mir hat aber tatsächlich deutlich Säure gefehlt. Einfach etwas Zitronensaft dazugeben und vielleicht noch Zitronenzesten darüberstreuen. Fertig.

„Brot und Stulle“ ist ein schönes Kochbuch mit stimmigen Ideen und ansprechendem Design. Nur vereinzelt könnte man noch die Herstellung oder die Geschmacks-Komposition verändern. Von mir gibt es 7,5 von 10 Punkten.

Bis zum nächsten Mal,
Eure Ella

Infos zum Buch:

Autoren: Annabella Hogg
Verlag: Christian Verlag (GeraNova Bruckmann Verlagshaus GmbH)
ISBN: 978-3-95961-857-1

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